urs rickenbacher sinfoterra
Diese Klangwelt begleitete die Besucher und Besucherinnen auf ihrem Gang durch die Installation innerhalb von MANNA, dem Projekt von COOP Schweiz an der Expo02, auf der Arteplage in Neuenburg. Die Beschallung wurde über 45 Tonkanäle und 75 Lautsprecher realisiert. Die Soundtracks von 8 Video-Projektionen sind darin integriert.

Beim Betreten von MANNA, einem überdimensionierten vanillegelben Pudding, hörte man fröhliche Kinder, welche sich mit allerlei Essgeräuschen und Kommentaren in einem Schlaraffenland an Desserts und anderen Süssigkeiten gütlich taten.

Im Innern von MANNA befand sich eine künstliche Landschaft. Klänge aus Natur und Landwirtschaft luden zum Eintritt in die SINFOTERRA. Dieser Ausstellungsteil zeigte verschiedenen Böden und vermittelte die Atmosphäre vielfältigen Lebens im Erdboden.

Die unbekannte Klangwelt des Erdbodens: Maulwürfe, Blauschnecken, Regenwürmer, Käfer, Spinnen, Kleinstlebewesen, Mikroorganismen schaben, schnäbeln, maulen, fressen, reissen, krabbeln, kauen, kratzen, zerren, beissen, kollern, schnalzen, schnüffeln, schleichen, schleifen, ziehen, schaufeln, beineln, schieben etc. – und dumpf ein sommerliches Gewitter von der Aussenwelt oben – eine Sinfonie der Erde. Eine Riesenspinne bewegt sich mit ihren acht Beinen durch den Raum. Es pulsiert der Kreislauf eines Regenwurmes. Ein Laufkäfer rennt weg. Und dann die Sinfonie der Kleinstlebewesen und Mikroben: ein grosses Ensemble der Artenvielfalt, eine Sinfonie aus einer verborgenen Welt.

Komposition und Sounddesign: Bernhard Batschelet und Urs Rickenbacher
Konzeption und Gestaltung Sinfoterra: Stauffenegger & Stutz, Basel.
Video-Produktion Sinfoterra: Point de Vue, Basel.