urs rickenbacher sonic art
Als Plastiker habe ich mit raumbezogenen Objekten, mit konstruktiven, repetitiven Strukturen gearbeitet. Beim Fotografieren habe ich mich mit Orten, Wegen, Stellen, Geländen, mit Raum- und Umgebungsqualitäten befasst. Dabei habe ich Zustände von akustischer Sensibilisierung erlebt. Die akustischen Aspekte von Raum- und Umgebungssituationen wurden für mich immer wichtiger. Ich habe dann damit begonnen, Geräusche, Schallzustände und -ereignisse auf Tonband aufzunehmen, zu bearbeiten und akustische Quasi-Objekte in Form von Tonbandkompositionen herzustellen. Die konsequente Weiterführung meiner Arbeit verlangte den Übergang von der Plastik und der Fotografie zur Akustik. Auch dabei geht es nun um Aspekte der Wahrnehmung, um Sensibilisierungen, ebenso wie um Auseinandersetzungen mit Räumen, Materialien, Strukturen und Konstruktionen. «Sehen – Machen – Denken» führte zum «Hören – Machen – Denken».

Inzwischen arbeite ich vorwiegend mit akustischen Mitteln, mit Tonaufnahmen, Elektronik und Computerprogrammen. Ich organisiere Klangmaterial und der Realität entnommene Zeitfragmente zu Kompositionen, Klangperformances, Klangkompositionen für Tanz- und Video- und Multimediaproduktionen und zu interaktiven Raum-Klang-Installationen, auch in Verbindung mit Bildprojektionen und minimalen, konstruktiven Leichmetall-Raumstrukturen und Sensorfunktionen. Live Elektronik und Klangobjekte werden in Performances und Installationen eingesetzt. Die Klangzonen-Projekte beinhalten spezielle interaktive Installationen und Performances. Hinzu kommen Auftragsarbeiten für Vertonungen und Sound Design Projekte.